Allgemeinverfügung zum Tauchen im Starnberger See


Das Tauchen mit Atemgerät in oberirdischen Gewässern liegt nicht mehr im Rahmen des Gemeingebrauches nach Art. 21 Abs. 1 Satz 1 Bayerisches Wassergesetz, sondern stellt eine grundsätzlich erlaubnispflichtige Gewässerbenutzung nach § 3 Abs. 1 Nr. 4 Wasserhaushaltsgesetz dar.

 

Die grundsätzliche Erlaubnis zum Tauchen im Starnberger See ohne Einzelgenehmigung gibt die Allgemeinverfügung für das Sporttauchen mit Atemgerät im Starnberger See. Nennt aber auch die unter Abwägung der verschiedenen Nutzungsansprüchen des Starnberger Sees getroffenen Einschränkungen.

 

Allgemeinverfügung für das Sporttauchen mit Atemgerät im Starnberger See
Allgemeinverfügung für das Sporttauchen
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Verschärfte Auflagen für Taucher am Starnberger See

Die Allgemeinverfügung zum Sportttauchen mit Atemgerät im Starnberger See wurde im April 2008 aufgrund der Vielzahl von Tauchunfällen in den vergangenen Jahren verschärft.

 

Die erweiterte Allgemeinverfügung zum Tauchen im Starnberger See enthält folgende neuen Regelungen:

  • Tauchgänge im Alleingang sind verboten.
  • Für alle Tauchgänge ist eine komplette kaltwassertaugliche Ausrüstung(insbesondere zwei getrennt absperrbare kaltwassertaugliche bzw. kaltwasserzugelassene Atemregler) zu verwenden. Bis zu einer Tauchtiefe von maximal 20 Metern kann hiervon abweichend auch ein sogenanntes „Oktopussystem“ verwendet werden.
  • Jeder Taucher muss mit Kälteschutz und Kopfhaube ausgerüstet sein. Die Verwendung eines eigenen Tauchcomputer wird empfohlen.
  • Das Tauchen mit Pressluftgeräten ist nur bis zu einer Wassertiefe von 40 Metern erlaubt.
  • Technische Taucher, wie zum Beispiel Trimixtaucher, dürfen Tauchgänge unternehmen, sofern Sie über eine gültige Lizenz verfügen, die von einer international anerkannten und nach geltenden Standards ausbildenden Organisation ausgestellt wurde. Sie müssen über eine, für einen solchen Taucheinsatz geeignete, Tauchausrüstung verfügen. Die Beherrschung der Ausrüstung sowie der Rettungs-/ Sicherheitsskills werden vorausgesetzt
  • Bei der Anfängertauchausbildung ist der Grundsatz eines 1:1–Verhältnisses zwischen Tauchausbilder und Tauchschüler, bei der fortgeschrittenen Tauchausbildung ist der Grundsatz eines 1:2–Verhältnisses zwischen Tauchausbilder und Tauchschüler einzuhalten.

 

Presseerklärung des Landratsamts Starnberg vom 21.04.2008 zur Erweiterung der Allgemeinverfügung