Tauchunfälle > Tauchunfall am 16.04.2017

Tödlicher Solo-Tauchgang am Ostersonntag an der Steilwand in Allmannshausen

Bei einem Tauchunfall am Ostersonntag ist ein 50 Jahre alter Taucher aus dem Landkreis Landsberg ums Leben gekommen. Laut Polizei entdeckte gegen 18.30 Uhr ein Spaziergänger den leblosen Mann südlich der Seeburg bei Allmannshausen in Ufernähe im Wasser treiben und alarmierte die Rettungskräfte. Der Mann war nach ersten Ermittlungen der Kripo, alleine getaucht.

 

Der Taucher war allein unterwegs.

Die Helfer von Wasserwacht Ammerland und DLRG Starnberg bargen den Mann und versuchten, ihn wieder zu beleben. Der eintreffende Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod des Mannes feststellen. Einsatztaucher der Wasserwacht Tutzing bargen die Ausrüstung des Tauchers aus dem See.

Eine erste Auswertung des Tauchcomputers ergab, dass der 50-Jährige gegen 17 Uhr ab tauchte nach nur wenigen Minuten aus ca. 30 Metern Tiefe schnell wieder auftauchte.

"Hinweise auf Fremdverschulden ergaben sich bislang nicht", heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Nähere Angaben zur Todesursache machten die Beamten zunächst nicht.

 

Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord keine Hinweise auf fremde Gewalteinwirkung. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und der Ergebnisse der Obduktion, gehen die Ermittler von einem Tauchunfall durch zu schnelles Auftauchen aus.

 

Tauchunfall durch zu schnelles Auftauchen

 

Zur Abklärung weiterer Umstände wurde von der Staatsanwaltschaft München II eine gutachterliche Überprüfung der Tauchausrüstung in Auftrag gegeben.